Burnout als Prozess

Was sind die typischen Symptome für ein Burnout?

Ich sage nach 10 Jahren Martyrium, dass Wohl und Wehe lediglich von der Betrachtungsweise und Einstellung zum Problem selbst abhängt. Daran etwas zu verändern, hat mir auf diesem zähen Lebensweg sehr geholfen. In der folgenden Infografik zeige ich Dir einzelne Phasen, wie sich so ein Burnout in Stufen anbahnt. Nimm Dir bitte mal kurz Zeit und überlege selbst, wie die einzelnen Phasen und Symptome auf die eigenen Vorstellungen des eigenen Lebensstils wirken könnten.

Burnout als Prozess verstehen

Die typischen Symptome eines Burnout

Burnout als Prozess verstehen

Typische Symptome eines Burnout

Wie beeinflusst das Arbeitsleben unseren Lebensstil?

Mir kam es damals so vor: Je höher ich mich auf der Karriereleiter bewegte, desto weiter schritt ich in den Phasen der Selbstaufgabe und Erschöpfung voran. Von immer mehr Verantwortung und Sorgen um die Folgen bis hin zu emotionaler Erpressung war alles dabei und beeinflusste so mein Denken und Handeln. Bei den meisten ist es ja doch so, dass die Arbeit einen Großteil der Lebenszeit einnimmt und unvermeidlich zur Bewältigung des Dasein dient. Mann und Frau haben ja Wünsche und Ziele im Leben. Was aber, wenn wir diese Ziele nicht gleich erreichen oder die Belohnung dafür ausbleibt? Man engagiert sich umso mehr und da liegt auch schon die Krux. Vielleicht ist es nicht das falsche Ziel, sondern lediglich der falsche Weg dorthin?

Heutzutage leidet rund jeder Fünfte einmal im Leben an einer Depression, jeder Sechste leidet unter Angstzuständen, Schlafstörungen oder sonstigen Psychosen, welche meist auf ein Umweltproblem (iS. persönliches Umfeld) zurückzuführen sind. Häufig begleitet von einem Gefühlszustand, man würde in die Enge getrieben werden. Flucht nach Vorne ist da wenig ratsam. Viel eher gilt es, Ruhe zu bewahren und sich von der Lage mal einen Überblick zu verschaffen.

Depression oder schon ein Burnout?

Sind die klassischen Folgen von Druck, Stress und Überlastung, meist verursacht am Arbeitsplatz. Seltener im Privatleben, jedoch kann der Stress auch auf die privaten Beziehungen übergreifen – dann eskaliert die Situation oft. Eine alleinerziehende Mutter kann das sicher bestätigen. Die Erschöpfung hat also eine lange Vorgeschichte, der wir im Vorfeld schon etwas mehr Aufmerksamkeit widmen sollten, um Burnout und Depression zu vermeiden.

Wer nicht Acht auf sich gibt, für den führt der Weg dann oft nur noch über Therapie und medikamentöse Behandlung. Glauben Sie mir, aufgeben wollte auch ich schon fast, aber nicht mal das klappte noch so richtig. Mir blieb nur: Ohren anlegen und mich der Herausforderung des Lebens stellen. Schalte den Autopiloten aus und steuere wieder Ziele an, welche Dir gut bekommen. Eine Psychotherapie kann dabei gut helfen, alte Denk- und Verhaltensmuster aufzubrechen oder Traumatisierungen zu verarbeiten.

Ein guter Coach oder Therapeut stellt seinem Klienten Fragen, welche nicht nur die seelischen Zustände klären, sondern demjenigen auch helfen, sich selbst neue Perspektiven aufzuzeigen. Ein Vertrauter stellt dabei zur Veränderung den nötigen Rückhalt dar. Hat man diesen nicht, weil man sich zum Beispiel schon zu stark sozial isoliert hat, bleibt oft nur der Weg über einen Therapeuten. Wir von Action- Lifestyle wollen Dich jedoch vor dieser Lebensphase bewahren und bieten Euch einen Ansatz, um dem Ganzen vorzubeugen. Dennoch darf ich es als Nichtmediziner leider nicht als Burnout-Prävention betiteln.

 

Wie veränderst Du Deinen Lebensstil? 

„Love it, change it or leave it“, heißt die Devise konsequenter Menschen. Viele der Betroffenen kommen irgendwann zur Erkenntnis, dass sie in ihrem bekannten Umfeld oder derzeitigen Lebenspunkt einfach keinen Sinn mehr sehen weiter zu machen. Ein Job- oder Wohnortswechsel kann zwar inhaltlich eine Verbesserung sein, stellt denjenigen aber wieder vor neue Herausforderungen und es ist nicht gewiss, dass der Tapetenwechsel allein die gewünschte Erfüllung mitsich bringt. Ganz abgesehen von der Flucht vor der Realität, die Betroffene oft täglich ergreifen.

Kurz gesagt: Mit mehreren Standbeinen statt mehr Arbeit. Wer „ausbrennt“, hat zu lange zu engagiert gearbeitet und sich lediglich auf ein Ziel konzentriert. Alle Last stützte sich auf diese einzige Säule, die Arbeit. Kommt ein Beben, bricht das gesamte Konstrukt und Selbstbild ein. Abhilfe liegt im Stärken der restlichen Säulen des Lebens wie Partnerschaft, Familie, Freunde, Hobbys und vor allem die Zeit für sich selbst. Dem Arbeitgeber und Betroffenen muss klar sein, dass der Mitarbeiter nicht 60 Wochenstunden zur Verfügung steht. Mobile Erreichbarkeit hin oder her. Erfolg wird im Unternehmertum quantitativ gemessen, jedoch mit qualitativen Vorteilen verdient. Das bitte nicht vergessen.

Ich fragte mich oft: „Wenn es mir keine Freude mehr bereitet oder es keinen existenziellen Beitrag zur Selbsterhaltung darstellt, warum gehe ich dieser Tätigkeit noch länger nach und verändere es nicht, wie ich es gerne möchte?” Ja, es erfordert Mut, auch mit den Folgen der Entscheidung zu Leben, aber das war es ja, was ich wollte. Oftmals ist es lediglich die eigene Entscheidungsfreiheit, die uns einen Beweggrund gibt. Und sei es, dass man mehrere Schritte für die finale Erfüllung in Betracht ziehen muß.

 

 

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