Mit Sport gegen Depression und Burnout

Sport und Fitness gegen Depression und Burnout –

Burnout und Depression sind mitlerweile die Regel nicht die Ausnahme. In Österreich leidet fast jeder Fünfte einmal im Erwerbsleben unter einer Depression, rund jeder Sechste leidet an Angststörungen oder ist Burnout gefährdet. Burnout-Diagnosen haben seit 2009 massiv zugenommen (um rund 45 Prozent) . Betroffene Staaten widmen dahingehend relativ wenig Mittel zur Behandlung von solch psychischen Erkrankungen.

Rückblickend betrachtet kann ich den Verlauf in 3 Burnout-Stufen erklären. Im „Anfangsstadium“ kommt es zur Überlastung durch bspw. Überforderung am Arbeitsplatz oder plötzliche Veränderung der Lebensumstände. Instinktiv und wohlwollend möchte man sich bestmöglich engagieren und beste Leistung bringen. Genau das ist das Tückische daran.

Im Stadium der negativen „Veränderung“ erfolgt eine völlige Ausrichtung auf die Arbeit als Problembewältigung. Es kommt zur Vernachlässigung der eigenen Bedürfnisse, zum sozialen Rückzug und schlussendlich zur Depression wenn es doch nicht ausreicht.

Wenn der Erholungsfaktor ausbleibt

Im Stadium der “Akzeptanz“ hat man seine scheinbare Aussichts- und Hilflosigkeit erkannt und akzeptiert; das mündet in Resignation. Betroffene fühlen sich antriebslos, tendieren zur Selbstaufgabe; Pessimismus, Depression und Angstzustände begleiten die Tagesverfassung.

Positiv-Spirale raus aus Burnout und Depression

Der Weg raus aus der Burnout-Falle führt über die Veränderung hin zu einem aktiven Lebensstil – das erfordert umfassende Behandlung der Burnout-Symptome und radikale Schritte, etwa die Änderung der Gewohnheiten.

Viele Betroffene wählen medikamentöse Behandlungen mit Psychotherapie, um die in die Irre leitenden Denk- und Verhaltensmuster positiv zu verändern. Leider funktioniert diese Behandlungsmethode nicht bei jedem und der Weg zurück ins Berufsleben ist anfangs oft sehr schwer.

Es geht um die Einstellung

Ich hatte einen Burnout. Heute nicht mehr. Dementsprechend weiß ich, dass ich damals meine Denk- und Verhaltensweisen sowie Fokussierung einfach hätte anders ausrichten müssen. Ich meine damit: anstatt mich völlig für etwas aufzuarbeiten, was nur Energie und Lebenszeit frisst, hätte ich mich mehr auf das fokussieren sollen, was mir die nötige Energie, Motivation, Freude und Erholung bringt.

Lieber arbeitslos und gesund, als schlussendlich arbeitslos und krank. Anstatt mich in etwas zu verbeißen, lernte ich, wie man loslässt, sich nicht aus der Bahn bringen lässt, Nein zu sagen und die eigenen Bedürfnisse in den Vordergrund zu stellen.

Was tun bei Depression?

Sport und Fitness bzw. ein aktiver Lifestyle hilft gegen Burnout und Depression. Ein gesunder Lebensstil fördert die Bildung und Ausschüttung von Glückshormonen: Endorphine. Das sind Botenstoffe des zentralen Nervensystems, zuständig für unsere positiven Gefühle. Diese Stoffe werden vom Körper selbst produziert und sind vollkommen gratis. Bei positiven Erlebnissen werden sie vom Körper ausgeschüttet und wir können uns an etwas sehr erfreuen.

Diese Ausschüttung im Gehirn wird bei Menschen mit Depressionen meist durch medikamentöse Behandlung (Antidepressiva) und Therapie herbeigeführt. Wissenschaftler und ich teilen die Erkenntnis, dass Sport gegen Burnout und Depression hilft. Körperliche Aktivität zum Stressabbau heißt die Devise.

Endorphine wirken positiv auf das seelische Befinden, sind schmerzhemmend, beruhigend, helfen gegen Stress und stärken Dein Immunsystem. Mit Sport und körperlicher Aktivität schafft man neurobiologische Veränderungen im Gehirn, die sonst nur mit Medikamenten möglich sind. Medikamentöse Behandlung von Burnout und Depression setzt an der Serotoninbildung und -Verwertung im Gehirn an – genau wie ein Active Lifestyle-Programm mit mehr Sport und Fitness.

Sport und ein aktiver Lebensstil verstärken dabei die Epinephrinaktivität im Gehirn und sorgen so für die verdiente Belohnung im Kopf. Ausgelöst werden die Botenstoffe sowohl durch psychologische als auch physiologische Faktoren. Anders ausgedrückt, ein aktiver Lebensstil mit Wandern, Laufen, Radfahren, Fitness etc., eignet sich bestens für die Produktion dieser Endorphine.

Schokolade macht natürlich auch glücklich, jedoch nur kurzfristig und die Kalorien finden wir an der Hüfte wieder. Deshalb lieber eine Veränderung zum Action Lifestyle  mit mehr Sport einer gesunden Ernährung und einer besseren Fitness.

 

Hier gehts zum „Action-Lifestyle Programm”

1 Kommentar

  • Hannes sagt:

    In erster Linie ist es wichtig, dass man sich eingesteht, dass man sich bereits so weit unten fühlt, erst dann kann man ganz sicher auch mit Sport positive Ergebnisse erzielen.

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